In der Wilmersdorfer Erklärung vom 25. Juni 1933, veröffentlicht durch die Watch Tower Bible and Tract Society, Magdeburg, hatte sich die Führung von Jehovas Zeugen dem Naziregime angedient mit dem Versuch das Verbot der Organisation und deren Schriften aufheben zu lassen.
Sie enthält klar antisemitische Aussagen und „verharmlost die Gewalt gegen jüdische Menschen als Übertreibung jüdisch-amerikanischer Propaganda“. (Zitat 04.09.2025, Historiker Dr. Tim Müller).
Zitate
Nachfolgende einige Auszüge aus der Erklärung, die sowohl an Regierungsbeamte als auch an die Allgemeinheit verteilt wurde :
[…] Man sollte daran denken, dass in dem Britischen Weltreich und in Amerika das allgemeine Volk gelitten hat und jetzt noch sehr leidet durch die Misswirtschaft des Großgeschäfts […] (Seite 2, Abs. 2)
[…] Es sind die Handelsjuden des Britisch-Amerikanischen Weltreiches, die das Großgeschäft aufgebaut und benutzt haben als ein Mittel der Ausbeutung und der Bedrückung vieler Völker […] Dies ist in Amerika so offenbar, dass es in Bezug auf die Stadt New York ein Sprichwort gibt, das heißt: ‚Den Juden gehört die Stadt, die irischen Katholiken beherrschen sie und die Amerikaner müssen zahlen.‘ (Seite 2, Abs. 1)
[…] Die nationale Regierung hat sich nun deutlich ausgesprochen gegen die Bedrückung durch das Großgeschäft und gegen verkehrte religiöse Einflüsse in den politischen Angelegenheiten des Staates. Genau dies ist auch unsere Stellungnahme. (Seite 2, Abs. 4)
[…] Eine sorgfältige Prüfung unserer Bücher und Schriften wird deutlich zeigen, dass die hohen Ideale, die sich die nationale Regierung zum Ziel gesetzt hat und die sie propagiert, auch in unseren Veröffentlichungen dargelegt, gutgeheißen und besonders hervorgehoben werden. (Seite 3, Abs. 1)
Quellen
Erklärung vom 25. Juni 1933, Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4
Weitere Informationen zur Verfolgung der Bibelforscher im Nationalsozialismus finden Sie hier.
