Übersetzung des Artikels von BRNO Daily vom Januar 2025
Das tschechische Kulturministerium erwägt die mögliche Aufhebung der Religionszulassung der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas und hat der Organisation einen Aufruf geschickt, ihre illegalen Aktivitäten einzustellen, sagte Ministeriumssprecherin Jana Zechmeisterova heute gegenüber CTK.
Das Ministerium habe Tausende Beschwerden von Zeugen Jehovas zu dem Vorschlag erhalten, die zunächst bearbeitet werden müssten. Verwaltungsverfahren seien noch nicht eingeleitet worden, sagte Zechmeisterova.
Sie sagte, das Ministerium habe begonnen, die eingegangenen Vorschläge zur Aufhebung der Registrierung der Religionsgesellschaft der Zeugen Jehovas (NSSJ) zu prüfen. Dabei gehe es vor allem darum, die sozialen Bindungen der Mitglieder und ihrer Familien zu schädigen und Minderjährigen die medizinische Versorgung zu verwehren, die ihren gesundheitlichen Bedürfnissen angemessen sei, berichten novinky.cz und iROZHLAS.cz .
Das von Martin Baxa (ODS) geführte Kulturministerium wirft dem NSSJ fünf Vergehen vor, die innerhalb von drei Monaten hätten behoben werden sollen. Beide Beteiligten bestätigten gegenüber iROZHLAS.cz, dass die Vergehen nicht behoben worden seien.
„Das Ministerium prüft den Fall, aber derzeit läuft kein Verwaltungsverfahren“, sagte Zechmeisterova gegenüber CTK. „Das Ministerium wird über die Einleitung eines Verwaltungsverfahrens entscheiden, nachdem es den Inhalt mehrerer tausend Beschwerden von NSSJ-Mitgliedern geprüft hat, die wir in den letzten Wochen erhalten haben.“
Die Beschwerden gegen Zeugen Jehovas beziehen sich auf die angebliche Schädigung sozialer Bindungen und familiärer Bindungen. Wenn Mitglieder die Religionsgemeinschaft verlassen, müssen andere Zeugen Jehovas ihre sozialen Kontakte zu ihnen stark einschränken und oft ganz abbrechen. Das Ministerium erklärte außerdem, es respektiere das Recht auf Religionsfreiheit und schätze den Beitrag seiner Glaubensbrüder zur Gesellschaft.
„Es gibt keinen rechtlichen oder lehrmäßigen Grund für die Aufhebung der Registrierung der Zeugen Jehovas“, zitierte iROZHLAS.cz David Kula, Leiter der PR-Abteilung der NSSJ. „Ein solcher Schritt wäre diskriminierend, illegal und würde für Tausende friedlicher Bürger der Tschechischen Republik einen massiven Eingriff in ihr religiöses Leben bedeute.
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