„Wir haben einen Schredder gekauft“

Zeugen Jehovas sollen Aufzeichnungen über sexuellen Missbrauch einer Teenagerin vernichtet haben.

Laut Anklage wurde eine Frau im Alter von 15 Jahren von anderen Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft sexuell missbraucht.
Ein Bericht von David Gambacorta vom 9. Juli 2023 im „The Philadelphia Inquirer“.
Übersetzt von JZ Help

Sarah Brooks wurde als Zeugin Jehovas erzogen. Als Teenager in York wurde sie zwei Jahre lang von zwei anderen Mitgliedern der Organisation sexuell missbraucht und dann gemieden, weil sie über ihren Missbrauch gesprochen hatte.

Sie brauchte jemanden, der sie rettet.

Als Sarah Brooks 15 Jahre alt war und 2003 mit ihrer Familie in York lebte, begannen zwei Erwachsene in ihrem Leben sie sexuell zu missbrauchen. Es waren Menschen, von denen sie dachte, sie könne ihnen vertrauen – Glaubensbrüder der Zeugen Jehovas.

Der Missbrauch dauerte mehr als ein Jahr an, bis Sarah zusammenbrach und sich ihren Eltern anvertraute. Diese alarmierten die Ältesten im Königreichssaal, in dem die Familie ihre Gottesdienste abhielt. Die Ältesten sind das Äquivalent zu Pfarrern.
Sarah hatte das getan, was man Kindern beibringt, wenn ihnen jemand wehtut. Und dann wurde ihr Trauma noch schlimmer.

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Hinweis JZ Help
Sollten Sie unter Folgen von Missbrauch leiden, können Sie hier Hilfe suchen!
Beratungsangebote allgemein
Hilfe bei sexuellem Kindesmissbrauch

Anklagen gegen weitere fünf Personen im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas in Pennsylvania

Artikel veröffentlicht am 7. Juli 2023 bei NBC Philadelphia
Ein Bericht von Maryclaire Dale – Übersetzt von JZ Help

Ein großes Geschworenengericht in Pennsylvania, das den sexuellen Missbrauch von Kindern in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas untersucht, hat fünf weitere Personen wegen Vergewaltigung oder Belästigung von Kindern bereits im Alter von 4 Jahren angeklagt – die jüngsten Entwicklungen in einer laufenden Untersuchung, die 14 Verdächtige identifiziert hat. 

Die Generalstaatsanwältin von Pennsylvania, Michelle Henry, sagte auf einer Pressekonferenz am Freitag, dass das Fehlverhalten zwar Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliege, aber „das Trauma für die Opfer andauere“

Henry ging nicht auf den Umgang der Organisation mit den Beschwerden ein, sagte aber, die Ermittlungen würden fortgesetzt. 

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Wachtturm-Organisation löscht Videos zum Thema Ächtung auf mysteriöse Weise

Artikel bei Avoidjw.org vom 23. Mai 2023
übersetzt von JZ Help

Zeugen Jehovas löschen Videos zum Thema Ächtung

Während die Zeugen Jehovas die regionale Versammlungssaison 2023 eröffnen, ist etwas Merkwürdiges passiert.

Zwei Videos, die für die Online-Version des Kongresses der Zeugen Jehovas bestimmt waren, wurden ohne Erklärung aus den Streaming-Versionen des Versammlungsprogramms gelöscht. Allerdings nicht bevor sie von avoidjw.org aufgezeichnet wurden.

Die Videos zeigen eine ausgeschlossene Mutter, die versucht, ihre alleinstehende Tochter telefonisch zu erreichen, aber von ihrer Tochter abgewiesen wird, die mit der Entscheidung kämpft, ihre eigene Mutter zu ächten.

Jehovas Zeugen zeigen in der laufenden Kongressserie 2023 – „Übt Geduld“ – zwei Videos, die zeigen, wie eine Tochter den Anruf ihrer ausgeschlossenen bzw. ausgetretenen Mutter ignoriert (Video in Englisch mit deutschen Untertiteln von JZ Help e.V.).
Das erste Video spielt am Küchentisch von Elsa. Ihr Telefon klingelt, und wir hören ihre Gedanken:
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Finnland hat die Religionsfreiheit der Zeugen Jehovas nicht verletzt, so der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte

Artikel im finnischen Nachrichtenportal Yle-News

9. Mai 2023

Übersetzt von JZ Help

Der Fall bezieht sich auf ein Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts Finnlands aus dem Jahr 2018, wonach die Praxis der Zeugen Jehovas, während der Haustürmission persönliche Daten von Menschen ohne deren vorherige Zustimmung zu sammeln, illegal ist.

Jehovah's Witnesses logo on a building wall.

Ein Urteil eines finnischen Gerichts aus dem Jahr 2018 hat nach Ansicht des EGMR nicht gegen das Recht der Zeugen Jehovas auf Religionsfreiheit verstoßen. Bild: © AOP

Am Dienstag entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einstimmig, dass das Oberste Verwaltungsgericht Finnlands in einem Urteil aus dem Jahr 2018 nicht gegen das Recht der Zeugen Jehovas auf Religionsfreiheit verstoßen hat.

Das finnische Gericht entschied, dass die Haustürmission der Zeugen Jehovas, bei der private Daten von Bürgerinnen und Bürgern ohne vorherige Zustimmung gesammelt werden, illegal ist.

In seiner damaligen Entscheidung sagte das Gericht, dass die Erstellung von Namenslisten und die Aufzeichnung von Notizen mit persönlichen Informationen – wie familiäre Beziehungen oder medizinische Daten – während der missionarischen Aktivitäten der Gruppe immer im Voraus genehmigt werden müssen.

Der EGMR bestätigte dieses Urteil und erklärte, dass die Entscheidung des finnischen Gerichts nicht gegen die Rechte der Zeugen Jehovas verstößt.

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Zeugen Jehovas Norwegen – einstweilige Verfügung aufgehoben

Aktualisierung: Im Hauptsache-Verfahren bestätigte das Bezirksgericht Oslo am 04.03.2024 die Entscheidung Norwegens, dass es sich bei der Ächtungspraxis der Zeugen Jehovas um „schwerwiegende Verletzungen der Rechte und Freiheiten anderer“ handelt und dass damit ihnen staatliche Zuschüsse und die Registrierung als Religionsgemeinschaft zu Recht entzogen worden sind. 

Norwegen: Das Bezirksgericht Oslo hob am 26.04.2023 die zwischenzeitliche, von Jehovas Zeugen erwirkte, einstweilige Verfügung vom 30.12.2022 gegen die Streichung der Registrierung als Religionsgemeinschaft auf. (Original-Urteil, englische Übersetzung)

Gründe

  • Bei der Prüfung der einstweiligen Verfügung konnte das Bezirksgericht am 30.12.2022 keine fundierte Beweisaufnahme durchführen, sondern es entschied auf Basis von „Gefahr im Verzug“. Aufgrund der mündlichen Verhandlung im Hauptverfahren am 29. und 30. März 2023 liegt dem Gericht ein deutlich klarer Sachstand vor.
  • Der Bescheid der Staatsverwaltung vom 22.12.2022 die Registrierung aufzuheben hatte nur Gültigkeit für 2022, da sich alle Religionsgemeinschaften für 2023 aufgrund geänderter gesetzlicher Anforderungen aus 2020 neu registrieren lassen müssen. Der Ablehnung der Staatsverwaltung für die Neu-Registrierung in 2023 kann nicht im Rahmen einer einstweiligen Verfügung, sondern nur im Hauptverfahren entschieden werden.
  • Aufgrund der inzwischen vorgelegten Beweise sah das Bezirksgericht keine „Gefahr im Verzug“ durch die Streichung der Registrierung.
  • Die Kosten der Verfahrens haben Jehovas Zeugen zu tragen.

Nachfolgend die auszugsweise, deutsche Übersetzung des Urteils des Bezirksgerichts Oslos vom 26.04.2023 durch JZ Help e.V.:


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Kritische Äußerungen von Michael Tsifidaris – Pressesprecher der Zeugen Jehovas

Kritischer Kommentar zu Äusserungen des Pressesprechers der Zeugen Jehovas Michael Tsifidaris

01.04.2023 – Amoktat in Hamburg: Hat die Leitung der Zeugen Jehovas Angst vor öffentlichem Interesse & Aufklärung? Kritische Fragen von Esther Gebhard, Mitglied des Vorstands von JZ Help e.V., an Michael Tsifidaris.

Weitere kritische Stimmen

Claudia, die bei den Siebenten-Tags-Adventisten aufgewachsen und ausgestiegen ist, analysiert sehr kritisch Doktrin und Aussagen der Leitung von Jehovas Zeugen.


Weitere Informationen zu falschen oder irreführenden Aussagen von Jehovas Zeugen finden Sie hier.

In Gedenken an die Opfer von Hamburg

11. März 2023

In Hamburg sind am Abend des 9. März bei einer Amoktat sieben Menschen in einer Versammlung der Zeugen Jehovas getötet worden, der Täter hat sich selber gerichtet. Acht Menschen wurden verletzt, vier davon schwer.

Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Betroffenen dieser schrecklichen Bluttat.

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Hamburg

10. März 2023

Mit großer Bestürzung haben wir von der Tragödie in Hamburg erfahren. Wir sind zutiefst betroffen und sprechen den Angehörigen der Opfer, den körperlich wie auch psychisch schwer verletzten Menschen von Herzen unser Mitgefühl aus.
In dieser schweren Zeit sind wir in Gedanken bei ihnen.

Im Namen des gesamten Teams von JZ.help

+++ Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige / Stand 14. März 2023 +++

Telefon: 0800 000 7558

eMail: opferbeauftragter@soziales.hamburg.de


Weitere 5 Zeugen Jehovas in Pennsylvania wegen Kindesmissbrauchs angeklagt

In Pennsylvania fand zum Thema sexueller Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas eine dreijährige Untersuchung durch eine sog. Grand Jury statt. S. dazu diesen Artikel von Trey Bundy bei Revealnews.org vom 10. Februar 2020. Auch Mark O’Donnell, ein bekannter Aktivist, wurde im Rahmen dieser Untersuchung von der Grand Jury befragt. In der Folge dieser Untersuchung kam es zu Anklagen gegen vier Zeugen Jehovas. Seit November 2022 haben sich weitere Betroffene gemeldet und es wurden Strafverfahren gegen fünf weitere mutmaßliche Täter eingeleitet, s. den nachfolgenden Artikel.

Fünf Mitglieder der Zeugen Jehovas in Pennsylvania wegen sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt

Artikel in PENNSYLVANIA NEWS
von George Stockburger und Sanika Bhargaw

Posted: Feb 7, 2023 / 10:28 AM EST
Aktualisiert am: Feb 7, 2023 / 06:08 PM EST

Diese Artikel enthält Details über angeblichen sexuellen Missbrauch.

HARRISBURG, Pennsylvania (WHTM) – Fünf Mitglieder der Zeugen Jehovas in Pennsylvania sind nun mehrfach angeklagt, weil sie Kinder sexuell missbraucht haben sollen.

Die amtierende Generalstaatsanwältin von Pennsylvania, Michelle Henry, gab die Verhaftungen und Anklagen gegen die Männer bekannt und sagte, dass mehrere der Fälle junge Familienmitglieder betreffen.

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28. Januar: Europäischer Datenschutztag – auch bei den Zeugen Jehovas

Vorgehen für Datenauskunft

Auch die Versammlungen der Zeugen Jehovas verarbeiten personenbezogene Daten. Für diese Daten besteht ein Auskunftsrecht. Um ein Auskunftsgesuch zu stellen, findest du hier einen entsprechenden Vordruck, den du einfach anpassen kannst (Du- oder Sie-Form, Anschrift oder Email etc.):
https://jzhelp.de/s/ZtFjCPdApDp4t43

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