Bildungsfeindlichkeit bei Jehovas Zeugen

Jehovas Zeugen bzw. die Wachtturm-Organisation stigmatisieren höhere Bildung. Das schränkt die Lebensperspektiven junger Menschen massiv ein und hat zur Folge, dass Mitglieder der Zeugen Jehovas ein besonders tiefes Bildungsniveau und geringes Einkommen aufweisen. Wir fordern deshalb Politik und Gesellschaft auf, zu handeln: Zeugen-Jehovas-Kinder haben das Recht auf Bildung entsprechend ihren Fähigkeiten! Dieser Artikel fragt nach den Motiven hinter der Bildungsfeindlichkeit und analysiert an den Reden zweier Mitglieder der Leitenden Körperschaft sowie Zitaten aus der Wachtturm-Literatur und damit dem Religionsrecht der Zeugen Jehovas, mit welchen Mitteln Bildung schlecht gemacht wird. Er erläutert, was die Wachtturm-Organisation unter „genügender“ Bildung versteht, erklärt Veränderungen in der Bildungspolitik und beleuchtet die dahinterstehende Doppelmoral. Berichte Betroffener veranschaulichen die Auswirkungen der Bildungsfeindlichkeit und es kommen Sekten-Expert*innen zu Wort. Statistische Daten aus der Schweiz und den USA illustrieren den Zusammenhang zwischen der Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft und geringer Bildung bzw. tiefem Einkommen. Schließlich wird die Bildungsfeindlichkeit als Teil der sozialen Marginalisierung von Zeugen-Jehovas-Kindern diskutiert.

Überblick

„Gefahren“ höherer Bildung

Bildung als Mittel zum Zweck

Betroffene und Sekten-Expert*innen

Bildung, Einkommen und Religionszugehörigkeit

Recht auf Bildung entsprechend den Fähigkeiten