Kindesmissbrauch – wichtige Info-Veranstaltung für Betroffene

Kommission startet Schwerpunkt „Sexueller Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas“

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (kurz: Kommission) startet ihr nächstes Schwerpunktthema und möchte sich Betroffenen, die sexuellem Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas ausgesetzt waren, in einer Online-Informationsveranstaltung vorstellen.

Die Kommission möchte ehemalige und aktuelle Mitglieder der Zeugen Jehovas in der Videokonferenz kennenlernen und ihnen die Möglichkeiten der Aufarbeitung im Rahmen der Kommissionsarbeit aufzeigen.

Die Online-Veranstaltung findet am 29. September 2020 zwischen 10- 12 Uhr statt. Betroffene können sich für die Online-Infoveranstaltung hier anmelden.

Kennen Sie Betroffene? Bitte leiten Sie diese Information weiter.

Zum Hintergrund: Die Kommission möchte Ausmaß, Art und Folgen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Vergangenheit aufzeigen, eine breite öffentliche Debatte anstoßen und zur Anerkennung der Betroffenen beitragen. Dazu werden vertrauliche Anhörungen mit Betroffenen geführt und deren schriftliche Berichte ausgewertet. Nur gemeinsam mit den Betroffenen kann eine Aufarbeitung gelingen. Erst wenn Strukturen und Machtmechanismen erkannt sind, wird es möglich sein, Missbrauch und Misshandlung künftig, auch im Kontext der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, zu verhindern.

Weitere Informationen zu Kindesmissbrauch bei Jehovas Zeugen finden Sie hier.

Vereinigtes Königreich: Offener Brief an Jehovas Zeugen

Im Namen der Überlebenden von sexuellem Kindesmissbrauch.

Deutsche Übersetzung des Englischen Originals

Ein Offener Brief an Jehovas Zeugen im Vereinigten Königreich im Namen aller britischen Überlebenden von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jehovas Zeugen

7. August 2020

An die Führer der Jehovas Zeugen im Vereinigten Königreich,

Wir, die Überlebenden von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jehovas Zeugen, bitten Sie um eine öffentliche Entschuldigung; wir laden Sie ein, sich im Namen Ihrer religiösen Organisation im Vereinigten Königreich für Ihre unangemessenen Richtlinien zu entschuldigen, die es verabsäumt haben, uns und die breitere Öffentlichkeit vor den Täter*innen von sexuellem Kindesmissbrauch zu schützen.

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Offener Brief an „Jehovas Zeugen in Österreich“

Im Sinne der Kinderrechte:
Elf Forderungen anlässlich des Wachtturm-Opfergedenktages 2020

Anlässlich des internationalen Gedenktages für die Opfer der Wachtturm-Organisation wiesen Aktivisten unter dem Motto „Kinderrechte gelten für alle – auch für Kinder der Zeugen Jehovas!“ auf die schwierige Situation von Kindern in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas hin. Neben einer Kundgebung, die am Samstag, den 25. Juli 2020 im Zentrum Wiens am Stephansplatz stattfand, ging auch ein offener Brief an den Vorstand der Jehovas Zeugen in Österreich. Der Brief enthält elf Forderungen zur Respektierung der Kinderrechte bei den Zeugen Jehovas.

Erste Seite des offenen Briefes an den Vorstand der Jehovas Zeugen in Österreich.
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Gericht bestätigt: Kritik an Jehovas Zeugen ist berechtigt

Medienmitteilung vom 8. Juli 2020

Wegweisendes Urteil rechtskräftig!

Zürcher Gericht bestätigt: Grundlegende Kritik an Jehovas Zeugen ist berechtigt
Die religiöse Praxis verstösst gegen elementare Rechte der Mitglieder
– Auch Kinder sind von Ächtung betroffen
Die Zwei-Zeugen-Regel begünstigt sexuelle Gewalt gegen Kinder

Zur vollständigen Medienmitteilung vom 8. Juli 2020

Pressestimmen

ifw -Institut für Weltanschauungsrecht – Artikel vom 13.01.2021
Nach Schweizer Gerichtsurteil: Muss den Zeugen Jehovas der KdöR-Status in Deutschland entzogen werden?
Fazit: Insgesamt ist also festzustellen, dass die Voraussetzungen zur Verleihung des Körperschaftsstatus‘ nicht vorliegen und nie vorgelegen haben. Deshalb muss diese rückgängig gemacht werden.

Confessio – Artikel vom 6. Oktober 2020
Gemeinschaftsentzug ist menschenrechtsverletzend – Wegweisendes Urteil zu Zeugen Jehovas in der Schweiz

seemoz – Artikel vom 6. August 2020
Niederlage für Jehovas Zeugen

Frankfurter Rundschau (FR) – Artikel vom 22. Juli 2020
Ächtung und Wahrheit

Süddeutschen Zeitung – Artikel vom 16. Juli 2020
Zwischen Achtung und Ächtung

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Namensänderung in JZ Help

Aktualisierung vom 27.08.2022: Gericht urteilt gegen Jehovas Zeugen KdöR im Markenrechtsstreit mit JZ Help

Aktualisierung vom 15.12.2020: Richard Dawkins Foundation
Denn sie wissen, was sie tun – Wachtturmgesellschaft gegen „JZ.help“

27.06.2020
Mit Gründung des Vereins im März 2018 haben wir uns hauptsächlich an Zeugen Jehovas und Betroffene dieser Gemeinschaft gewandt. Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt entschieden, die Buchstaben JW auch in unserem Markenauftritt zu verwenden, da Insider die Buchstaben JW und JW.ORG sehr gut als Identifikation von Jehovas Zeugen erkennen.

Von Personen außerhalb der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas erhielten wir dagegen immer wieder Nachfragen, was JW denn bedeute und wir mussten erklären, dass die Buchstaben für den englischen Namen von Jehovas Zeugen „Jehovah’s Witnesses“ stehen.

Im letzten Jahr wurde dann unsere Marke von der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania attackiert und Widerspruch gegen die Marke und die Verwendung der Buchstaben JW im Vereinsnamen eingelegt. Aus unserer Sicht ist das Ansinnen der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania zwar rechtlich unbegründet, trotzdem wollten wir einen kostspieligen Rechtsstreit vermeiden und nicht unsere Zeit, Kraft und Mittel für die Verteidigung einer Marke einsetzen, sondern der Hilfe für Betroffene zukommen lassen.

Deshalb haben wir uns entschieden künftig als JZ Help aufzutreten. JZ Help e.V. ist inzwischen beim Registergericht Augsburg eingetragen und die sozialen Kanäle wurden ebenfalls umgestellt. Unsere Marke JZ ist im deutschen Markenregister eingetragen.

Leider kann es für Sie dazu kommen, dass ihre gespeicherten Links verloren gehen. Bitte denken Sie an die anschließende Aktualisierung.

Verschieben Jehovas Zeugen Geld, um Entschädigungszahlungen zu umgehen?

Übersetzung des Artikels
„Jehovah’s hiding money – sex-abuse victims attack evasive actions“
Australien, Sunday Mail – 14 Juni 2020 von Natalie O’Brien

Jehovas Zeugen verstecken Geld – Opfer von sexuellem Missbrauch greifen Ausweichmanöver an

Die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas wird beschuldigt, Vermögenswerte verkauft und Bargeld ins Ausland transferiert zu haben, um Entschädigungszahlungen an australische Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch zu umgehen.

Den Behörden wird vorgeworfen, Angaben von Informanten nicht geprüft zu haben, wonach die Zeugen Jehovas ihr Geld möglicherweise schon vor dem 30. Juni, dem Stichtag für den Beitritt zum Nationalen Entschädigungsprogramm, versteckt haben.

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Entschädigungsfond für Missbrauchsopfer in Australien

Australien 28.04.2020 –  Die australische Regierung hat in einer Meldung mehr als 100 Institutionen aufgelistet – darunter auch Jehovas Zeugen –, die sich bisher nicht dem nationalen Entschädigungsfond für Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch angeschlossen haben. Die Regierung setzt nunmehr eine letzte Frist und droht finanzielle Strafen und den Verlust der Gemeinnützigkeit an.

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Zeugen Jehovas „weigerten sich, Einzelheiten des sexuellen Missbrauchs durch Kirchenältesten offenzulegen“

Quelle: birminghammail.co.uk, 12.04.2020- Übersetzung durch JZ Help

Clifford Whiteley, 73, wurde wegen Straftaten inhaftiert, aber das Gericht teilte der Kirche mit, er habe sich geweigert, Einzelheiten darüber preiszugeben, was er ihnen erzählte.

Eine Gruppe der Zeugen Jehovas weigerte sich, der Polizei zu helfen, nachdem ein pädophiler Ältester ihnen gegenüber seine Taten gestanden hatte. 

Clifford Whiteley, 73, hatte den Kindesmissbrauch in einem Zweig der Gemeinde in West Midlands zugegeben, nachdem er den Missbrauch vor mehr als zehn Jahren verübt hatte. Dem Gericht wurde bekannt, dass sich die Gruppe angeblich weigerte, Einzelheiten dieses Geständnisses der Polizei gegenüber offenzulegen – auf Grund des Datenschutzes.

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Jehovas Zeugen & Corona: Indoktrination statt Fürsorge

Weltweit. Anstatt die Mitglieder zur Nächstenliebe und Befolgung biblischer Maßstäbe aufzufordern, wie z.B. „nach Witwen und Waisen in ihrer Drangsal zu sehen“ (Jakobus 1:27), steht die Mitgliederwerbung und Indoktrination an erster Stelle.

Überall rücken Menschen näher zusammen und sind besorgt umeinander. Selbst in den sonst anonym gewordenen Großstädten ist eine Welle der Solidarität zu spüren. Es wird kosten- und selbstlos Hilfe geboten. Beispiele finden sich an Haustüren, schwarzen Brettern, Litfaßsäulen, Ampel- und Laternenmasten, in sozialen Netzwerken, usw. Ein Anruf genügt und fremde Menschen gehen kostenlos und in Vorkasse für Hilfsbedürftige einkaufen.

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Die Corona-Krise und die Folgen für Zeugen Jehovas-Betroffene

Menschen mit Zeugen Jehovas-Vergangenheit sind auf die Katastrophe, auf Harmagedon hinsozialisiert worden. Wenn eine reale Krise auftritt, erleben die meisten noch stärkere Ängste als andere. Hier findest du Fakten gegen Ängste! Und ein paar Gedanken dazu, wie die aktuelle Situation zu Corona (ehemalige) Zeugen Jehovas zusätzlich betreffen kann.

Hilfreiche Fakten

Die Corona-Krise stellt eine enorme Herausforderung dar: Für die Älteren unter uns und jene mit gesundheitlichen Belastungen kann eine Erkrankung sehr gefährlich sein, alle müssen wir uns neu organisieren und viele von uns fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz – wir erleben eine absolute Ausnahmesituation. Viele (ehemalige) Zeugen Jehovas dürften sie jedoch als noch krisenhafter erleben.

Hast Du Angst?

  • … dass das Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit verbundene COVID-19-Pandemie („Seuche“), eine Bestätigung ist, dass wir in den letzten Tage leben (Lukas 21:11; 2. Timotheus 3:1-5)?
  • … dass Lebensmittelknappheit ein Zeichen für die letzten Tage ist (Matthäus 24:7; Lukas 21:11; Offenbarung 6:5, 6)?
  • … COVID-19 eine Bestätigung ist, dass der apokalyptische Reiter des fahlen Pferdes unterwegs ist (Offenbarung 6:8)
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