Vier Zeugen Jehovas wegen sexuellen Missbrauchs von 19 Kindern in Pennsylvania angeklagt

Der Generalstaatsanwalt von Pennsylvania, Josh Shapiro, gibt auf einer Pressekonferenz bekannt, dass vier Zeugen Jehovas verhaftet und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt wurden, 27. Oktober 2022. Video-Bildschirmfoto

Aktualisierung vom 22.02.2023 – weitere fünf Mitglieder der Zeugen Jehovas angeklagt

In Pennsylvania fand zum Thema sexueller Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas eine dreijährige Untersuchung durch eine sog. Grand Jury statt. S. dazu diesen Artikel von Trey Bundy bei Revealnews.org vom 10. Februar 2020. Auch Mark O’Donnell, ein bekannter Aktivist, wurde im Rahmen dieser Untersuchung von der Grand Jury befragt. In der Folge dieser Untersuchung kam es zu Anklagen gegen vier Zeugen Jehovas. Bemerkenswert ist die Feststellung des Staatsanwaltes, dass der Glaube und die religiöse Gemeinschaft zur Verübung der mutmaßlichen Taten genutzt wurden.

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Den Zeugen Jehovas entkommen – Interview mit einem Aussteiger anläßlich der WT-Opfer-Gedenkwoche

Vom Zeugen Jehovas zum Agnostiker

Artikel im Bieler Tagblatt vom 26. Juli 2022

Ipsach Lange ist der Seeländer Rino Zumerle Mitglied bei den Zeugen Jehovas gewesen. Als er ausstieg, stürzte er in einen Abgrund. Das Erlebte verfolgt ihn bis heute. Brigitte Jeckelmann

Rino Zumerle hat nach dem Austritt bei den Zeugen Jehovas die Freiheit wiedererlangt. Bild: BJG

Die bekannte schwedische Journalistin Jenny Küttim veröffentlicht Buch über Geheimnisse der Zeugen Jehovas

Übersetzung durch JZ Help

Bericht bei Femina vom 29. April 2022

Jenny Küttim erlebte bei den Zeugen Jehovas eine Gehirnwäsche – und schaffte es, die Sekte zu verlassen

Im Alter von sechs Jahren war Jenny Küttim bei den Zeugen Jehovas so verankert, dass sie an Türen klopfte, um neue Mitglieder zu werben. Nachdem sie ins Krankenhaus musste, begann sie in ihren frühen Teenagerjahren ihren Ausstieg aus der Sekte – und jetzt veröffentlicht die Enthüllungsjournalistin ein Buch über ihr Aufwachsen und die Geheimnisse, die die Zeugen Jehovas für sich behalten wollen. „Wenn ich jetzt zurückblicke, sehe ich, wie klein und gehirngewaschen ich war. Ich kann nicht anders, als mich zu wundern, weshalb keine Erwachsenen um mich herum reagiert haben“, sagt sie gegenüber Femina.

Text AINO OXBLOD | Foto PRESS, PRIVAT.

Im Frühjahr 2017 bekommt Jenny Küttim eine anonyme Sendung zugeschickt. Zusammen mit Hannes Råstam war sie bereits an der Aufdeckung der Skandale um den Fall Thomas Quick beteiligt und ist eine bekannte Investigativ-Journalistin beim Schwedischen Fernsehen. Doch der Inhalt der Kiste hat eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit und wird sie nicht nur dazu veranlassen, ein Buch zu schreiben – er wird sie dazu bringen, die Tür zu ihrer Kindheit zu aufzustoßen, eine Tür, die sie vor langer Zeit geschlossen hat.

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Auch Lettland ermittelt gegen die Zeugen Jehovas

Religiöse Organisation der Zeugen Jehovas wird auf Einhaltung der Vorschriften untersucht

Bericht im Baltic News Network vom 31. März 2022
Übersetzung durch JZ Help

Die lettische Staatsanwaltschaft hat eine Überprüfung der religiösen Organisation der Zeugen Jehovas auf die Einhaltung der Gesetze des Landes eingeleitet, wie die Strafverfolgungsbehörde bestätigt.

Das Büro des Staatsanwalts berichtet, dass diese Woche zwei Artikel bei TVNet veröffentlicht wurden. Der Inhalt dieser Artikel deutet darauf hin, dass die Aktivitäten der genannten religiösen Organisation möglicherweise gegen die lettische Verfassung und andere Gesetze verstoßen und die öffentliche Ordnung, die Gesundheit und die Tugenden der Menschen gefährden könnten.
Nach dem Gesetz über religiöse Organisationen darf sich niemand aufgrund seiner religiösen Ansichten über das Gesetz hinwegsetzen, und religiöse Organisationen können durch Gerichtsbeschluss geschlossen werden, wenn festgestellt wird, dass die Aktivitäten der genannten religiösen Organisation gegen die Verfassung oder andere Gesetze und Vorschriften verstoßen. Nur der Generalstaatsanwalt ist befugt, einen solchen Antrag an ein Gericht zu stellen.

Gemäß der Verfügung des amtierenden Generalstaatsanwalts vom 30. März ist der mit dem Fall betraute Staatsanwalt angewiesen, die Vereinbarkeit der Aktivitäten religiöser Organisationen der Zeugen Jehovas mit den lettischen Gesetzen und Vorschriften zu überprüfen.

Die Staatsanwaltschaft erinnert daran, dass der Generalstaatsanwalt am 23. März 2020 beim Bezirksgericht Vidzeme einen Antrag auf Einstellung aller Aktivitäten der religiösen Organisation Erste Evangelische Gemeinde Jesu gestellt hat.

Die Staatsanwaltschaft führte auch Inspektionen durch und beantragte am 10. November 2021 beim Pārdaugava-Gericht der Stadt Riga die Einstellung aller Aktivitäten der Evangelisch-Christlichen Kirche „New Generation Riga Congregation“ und der „New Generation Evangelical Christian Church“.

Älteste befolgten Anweisungen der Zentrale – und werden verurteilt wegen unterlassener Meldung von Kindesmissbrauch

Jehovah's Witnesses elders Colin Scott and Michael Penkava attend a Dec. 16, 2021, court hearing in Woodstock. On Friday they were sentenced to one year of court supervision, 10 hours of community service and $250 in fines for failing to report that a congregant was sexually abusing a child.
Die Zeugen Jehovas-Ältesten Colin Scott und Michael Penkava nehmen an einer Gerichtsverhandlung am 16. Dezember 2021 in Woodstock teil. Am Freitag wurden sie zu einem Jahr gerichtlicher Aufsicht, 10 Stunden gemeinnütziger Arbeit und 250 Dollar Geldstrafe verurteilt, weil sie nicht gemeldet hatten, dass ein Gemeindemitglied ein Kind sexuell missbrauchte. Patrick Kunzer für Shaw Local

Älteste der Zeugen Jehovas zu gerichtlicher Aufsicht und gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil sie den sexuellen Missbrauch eines Kindes nicht gemeldet haben   

Artikel im Daily Herald vom 26. März 2022
Übersetzung durch JZ Help

Von Amanda Marrazzo
Shaw Medien

Aktualisiert am 26.3.2022 um 4:47 Uhr

Zwei Älteste der Zeugen Jehovas wurden am Freitag zu einem Jahr gerichtlicher Aufsicht, zehn Stunden gemeinnütziger Arbeit und 250 Dollar Geldstrafe verurteilt, weil sie nicht gemeldet hatten, dass ein Gemeindemitglied ein Kind sexuell missbraucht hatte.

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Keine staatlichen Zuschüsse mehr für Zeugen Jehovas – Schweden ändert Rechtsgrundlage

Sendung Uppdrag granskning im Schwedischen Fernsehen vom 23. Februar 2022

Sendung Uppdrag granskning im Schwedischen Fernsehen vom 23. Februar 2022

Uppdrag granskning ist ein investigativ-journalistisches Format im schwedischen Fernsehen und heißt wörtlich übersetzt „Auftrag Überprüfung“. Die rund vierzigminütige Sendung vom 23. Februar 2022 geht dem Thema der Staatsbeiträge an die Zeugen Jehovas nach. Der kurze Filmbeitrag (Bild oben) thematisiert das sog. Blutverbot, die Stigmatisierung politischer Aktivitäten, das Verbot homosexueller Beziehungen sowie die Unterordnung der Frau als umstrittene Vorgaben der Zeugen Jehovas. Die Reportage ÄRREN FRÅN JEHOVAS (Die Narben Jehovas), in der auch Betroffene zu Wort kommen, ist nur in Schwedisch verfügbar. Die drei unten stehenden Artikel zur Sendung hat JZ Help auf Deutsch übersetzt, die zugehörigen kurzen Filmbeiträge sind ebenfalls in Schwedisch.

Vier umstrittene Vorschriften bei den Zeugen Jehovas

UPPDRAG GRANSKNING – Die strengen Regeln der Zeugen Jehovas stehen im Widerspruch zu den Grundwerten der Gesellschaft – das ist seit vielen Jahren der Standpunkt der Regierung. Dennoch entschied sie schließlich, der Glaubensgemeinschaft Zuschüsse in Millionenhöhe zu gewähren. Jetzt will die Regierung das Gesetz ändern.

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„Kopfkino“ – großartige Gespräche mit Zeugen Jehovas Aussteiger *innen

Zeugen Jehovas Aussteiger
© Steffi Henn

In ihrem Podcast „Kopfkino“ führt die Schauspielerin Dina Hellwig Gespräche mit Aussteiger *innen von Zeugen Jehovas und anderen sektenhaften Gemeinschaften. Selbst in eine Zeugen-Jehovas-Familie hineingeboren weiß sie, dass es keine freie Entscheidung ist, keine freien Entscheidungen treffen zu können. Sie und ihre Gesprächspartner*innen berichten über ihr Aufwachsen in der Gemeinschaft bzw. ihren Einstieg in die Gruppe sowie die enorme Leistung des Ausstiegs. Sie geben damit Tausenden von Betroffenen eine Stimme: Was es heißt, in Angst und Unsicherheit aufzuwachsen, eingeschränkt in der eigenen Entwicklung und kontrolliert bis in die intimsten Beziehungen. So ähnlich manche Erfahrungen der Erzählenden sind, so einzigartig ist ihre (Rück-) Aneignung des eigenen Lebens und der Welt. Ganz großes Kino – jede einzelne Folge!

Großen Dank für diese wunderbare Arbeit an Dina Hellwig und ihre Gesprächspartner*innen!

Auf Spotify, iTunes, podcast.de oder YouTube.

Weitere Berichte von Zeugen Jehovas Aussteiger *innen finden Sie hier.

Kundgebung gegen Kontaktabbruch und Ächtung

Samstag, 16. Oktober, 12 – 17 Uhr, Mariahilfer Straße 78-80 in Wien

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in Isolation – für immer!Ihre Familie und Ihre Freunde dürfen keinen Kontakt mehr mit Ihnen pflegen. Grund: Sie haben Ihre Religion verlassen.Kontaktabbruch (Ächtung) bei den Zeugen Jehovas unterläuft Grund- und Menschenrechte. Psychische Folgeerkrankungen sind oft die Konsequenz.Mit einer Standaktion macht der Verein JZ Help e.V. auf der Mariahilfer Straße in Wien auf Grund- undMenschenrechtsverletzungen bei den Zeugen Jehovas durch die Praxis von Kontaktabbruch (Ächtung genannt) aufmerksam.Der Verein JZ Help e.V. setzt sich im D-A-CH-Raum für Betroffene ein: Durch Ausstiegsbegleitung, Unterstützung bei der Vermittlung von psychologischer und juristischer Hilfe und mittels einem sozialen Auffangnetz durch regionale Communities und Selbsthilfegruppen.Laufend erreichen den Verein Berichte von Betroffenen und Fachpersonen über Formen psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt innerhalb der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Viele Aussteiger*innen sind von psychischen Folgeerkrankungen wie PTBS, Depressionen oder Angststörungen betroffen.

https://www.pressefeuer.at/jz-help-e-v-kundgebung-gegen…/

Praxis bei Jehovas Zeugen unterläuft Grundrechte – Kundgebung gegen Kontaktabbruch und Ächtung
meinbezirk.at, 17.10.2021

Wachtturm-Opfer-Gedenkwoche vom 26. – 31. Juli 2021 – Medienmitteilung

Gemeinsam gegen Ächtung!

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