Jehovas Zeugen bezeichnen Aussteiger als tollwütig und geistig krank

Hetze auf Kongress-Vorträgen

In einer Ansprache auf dem Bezirkskongress 2013 mit dem Titel „Hütet euch vor Abtrünnigen“ werden Aussteiger oder „Abtrünnige“, wie Jehovas Zeugen sie nennen, als „Küchenhelfer des Teufels“ bezeichnet. Sie werden pauschal als stolz, unaufrichtig, Schwätzer und Lügner verleumdet, die vom „Becher der Dämonen“ trinken, Jehovas Zeugen vor Behörden falsch darstellen und versuchen, Jehovas Zeugen durch die Medien in Verruf zu bringen.

In einer anderen Ansprache – ebenfalls auf dem Bezirkskongress 2013, jedoch diesmal in Augsburg – werden Aussteiger ebenfalls pauschal verunglimpft mit Aussagen wie „verunreinigtes Gedankengut, total vergiftetes Denken, Stolz habe die Abtrünnigen vom Weg abgebracht, Eifersucht und Verbitterung frisst sich in ihren Herzen fort“. Ihr „plumpes intellektuelles Niveau“ lohne nicht die Auseinandersetzung.
Augsburger Allgemeine 19.07.2013

Abtrünnige sind Lügner

„Wie Timotheus müssen wir auch die Gefahr erkennen, die von Falschinformationen Abtrünniger ausgeht … Wir dürfen auf solche Propaganda nicht hereinfallen. Derartige Geschichten stammen ‚von Menschen, die im Denken verdorben und der Wahrheit beraubt sind‘.“ (w20 September S. 29-30, Abs. 15)

In einer neueren Ausgabe des Wachtturms werden Aussteiger pauschal als Lügner bezeichnet:
„Satan, der ‚Vater der Lüge‘, benutzt andere, um Lügen über Jehova und unsere Brüder und Schwestern in die Welt zu setzen. Zum Beispiel verbreiten Abtrünnige im Internet, im Fernsehen und in anderen Medien Lügen und verdrehen Tatsachen über Jehovas Organisation. Solche Lügen gehören zu Satans ‚brennenden Pfeilen‘. Wie sollten wir reagieren, wenn uns jemand mit derartigen Lügen konfrontiert? Wir hören sie uns gar nicht erst an! Warum? Weil wir Jehova und unseren Brüdern vertrauen. Wir vermeiden überhaupt jeden Kontakt zu Abtrünnigen.“ (w19 November S. 15-16, Abs. 8)

Hass, Ekel, Abscheu und Abschaum

Welche Art Haß müssen Diener Gottes entwickeln?
Aus echter Loyalität gegenüber Jehova hassen seine Diener deshalb das, was er haßt. „Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen, und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen? Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß. Sie sind mir zu wirklichen Feinden geworden“. Doch dieser Haß sucht nicht, anderen Schaden zuzufügen, und ist nicht gleichbedeutend mit Bosheit oder Gehässigkeit. Er äußert sich vielmehr durch einen heftigen Abscheu vor dem Bösen, d. h. dadurch, daß man alles Schlechte und diejenigen, die Jehova aufs tiefste hassen, meidet. Mit Recht hassen Christen alle geschworenen Feinde Gottes — den Teufel und seine Dämonen sowie Menschen, die willentlich und wissentlich gegen Jehova Stellung bezogen haben.
(Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1 S. 1065)

„Diese Spötter waren insofern Abtrünnige, als sie nicht zu Gottes treuem Volk gezählt werden konnten. Es waren Ausgestoßene, der Abschaum der Gesellschaft.“
(w77 1. 9. S. 523)

Satanische Tollwut

„So schrieb bereits 1909 C. T. Russell, der damalige Präsident der Watch Tower Society, über diejenigen, die sich vom Tisch Jehovas abgewandt und daraufhin begonnen hatten, ihre früheren Mitsklaven zu mißhandeln. Im Wacht-Turm vom 1. Dezember 1909 hieß es: … offenbaren diese Zorn, Bitterkeit, Haß, Streit, ‚Werke des Fleisches und des Teufels‘, dergleichen wir von seiten der Weltmenschen nicht erlebt haben. Es scheint ihnen die Bosheit eingeimpft zu sein, satanische Tollwut scheint sie ergriffen zu haben … Sie sind bereit, verwerfliche Unwahrheiten zu sagen und zu schreiben und sich herabzulassen, gemeine Dinge zu tun.“ (w94 1. 7. S. 12 Abs. 11)

Geistig krank

„Wie konnten sich die ersten Christen davor schützen, durch Abtrünnige irregeführt zu werden? … Statt „wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank“ zu sein, konnte er auf dem richtigen Weg der Gottergebenheit weiter vorandrängen.“ (w02 15. 9. S. 16, Abs. 7)

„Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen „verfälschte Worte“, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichten als „echt“ zu verkaufen. Sie verbreiten „trügerische Lehren“ und „verdrehen“ die Schriften zu ihren Gunsten … Abtrünnige haben nicht das geringste Interesse daran, dass es uns gut geht.
Angenommen, ein Arzt schärft dir ein, dich strikt von einer Person fernzuhalten, die an einer ansteckenden, tödlichen Krankheit leidet. Dir wäre völlig klar, was der Arzt dir sagen will, und du würdest dich gewissenhaft daran halten. Über Abtrünnige sagt die Bibel, dass sie „geistig krank“ sind und andere mit ihrem treulosen Gedankengut infizieren wollen.“ (w11 15. 7. S. 16 Abs. 5, 6, „Wirst du auf Jehovas deutliche Warnungen hören?“)
s.a. The Telegraph 27 Sep. 2011, „Police inquiry over Jehovah’s Witness magazine ‚mentally diseased‘ article“

Gangrän

Gangrän ist eine Krankheit, bei der meist infolge von Blutunterversorgung das betroffene Gewebe durch Verwesung und Autolyse (Selbstverdauung) zerfällt (Wikipedia)

„Abtrünnige mögen versuchen, dich durch glatte Worte, Schmeichelei oder verdrehte Schlussfolgerungen zu Fall zu bringen. Ein Abtrünniger hat jedoch alles andere als dein Wohl im Sinn … Es wäre ein Fehler, zu denken, man müsste Abtrünnigen zuhören oder ihre Schriften lesen, um ihnen Paroli bieten zu können. Ihr verdrehtes, verderbtes Denken kann ähnlich wie Gangrän, die sich schnell ausbreitet, deine geistige Gesundheit ruinieren und deinen Glauben vergiften.“ (w04 15. 2. S. 28, Abs. 5, 6)

Gangrän breitet sich sehr rasch aus. Um den Patienten vor dem Tod zu bewahren, muß der Arzt möglicherweise einen Körperteil amputieren. Wenn du also in der Gefahr stehst, durch Zweifel, Klagen oder Abtrünnigkeit geistig vergiftet zu werden, solltest du schnell handeln und diese Gefahr beseitigen. Gleiche nicht denen, die, wie Paulus sagte, „wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank“ waren …“ (w89 1. 10. S. 18 Abs. 13)

„Haben wir ein biblisches Vorbild für einen derart strikten Standpunkt? Durchaus. Paulus schrieb über einige seiner Zeitgenossen: „Ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän …“ … brandmarkte Paulus sie rechtmäßigerweise als Abtrünnige, mit denen treue Christen keine Gemeinschaft haben sollten.“ (w86 1. 4. S. 31, Abs. 9, „Fragen von Lesern: Warum haben Jehovas Zeugen einige Personen, die sich immer noch zum Glauben an Gott, die Bibel und Jesus Christus bekennen, wegen Abtrünnigkeit ausgeschlossen (exkommuniziert)?“)

„… daß es nötig ist, Abtrünnige zu meiden, deren ‘leere Reden verletzen, was heilig ist’, denn, so sagte er, „ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän“.“ (w86 15. 3. S. 14, Abs. 16)

Nicht-Zeugen-Jehovas mit Ungeziefer verglichen

Auf dem Kongress (2019) „Die Liebe versagt nie“ hält Nathias Ali, ein Vertreter der Wachtturm-Gesellschaft, einen Vortrag, in dem den Zeugen Jehovas im Publikum gesagt wird, dass „Nicht-Gläubige dem UNGEZIEFER gleichen und sie es daher verdient haben, ausgerottet zu werden.“

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